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MONARPOP last updated: April 26, 2006 MONARPOP
Das internationale Programm MONARPOP erhebt persistente und andere organische Schadstoffe (POPs) im Alpenraum.Obwohl die Alpen eine Hauptsenke für weiträumig verfrachtete POPs darstellen dürften, ist die Bedeutung dieser Verschmutzung bisher kaum erfasst worden. POPs sind eine heterogene Gruppe biologisch schädlicher, meist anthropogener Verbindungen. Sie werden langsam abgebaut und akkumulieren in organischem Material. Während einige POPs kommerziell hergestellt werden, sind andere unerwünschte Nebenprodukte von Industrie, Transport oder individuellem Konsum. Viele POPs finden sich sogar in entlegenen Regionen wie den Alpen, welche eine ausgeprägte Barriere für die atmosphärische Langstreckenverfrachtung bilden. Höhere Niederschläge und tiefere Temperaturen verstärken die Deposition dieser Substanzen im Gebirge. Vorstudien an einem entlegenen österreichischen Höhenprofil ergaben mit der Höhe zunehmende Konzentrationen des Chlorpestizids Hexachlorcyclohexan in Fichtennadeln und Waldbodenhumus. Nadelwälder in Bergregionen unterliegen besonders hohen POP-Einträgen: die rauhe Kronenschicht und die wachsartigen Nadeloberflächen fangen atmosphärische POPs wirkungsvoll ein, und der Waldboden ist reich an organischem Material, das POPs aus Deposition und Nadelfall anreichert.HAUPTZIELEMONARPOP untersucht POPs und andere organische Schadstoffe in Bezug auf deren:
PROJEKTUMFANGAus chemischer Sicht konzentriert sich MONARPOP auf die meisten Mitglieder des "Dreckigen Dutzend" von POPs. (Die Untersuchung beinhaltet PCB, PCDD/F, PBDE, PAH und verschiedene Organochlorpestizide.) Für einen ausreichenden räumlichen und höhenbezogenen Erhebungsumfang wurden 40 entlegene Alpenstandorte in Deutschland, Italien, Österreich, der Schweiz und Slowenien ausgewählt. Sieben davon sind Höhenprofile aus mehreren Unterstandorten, um die vertikale Veränderung der POP-Konzentrationen zu untersuchen. Drei reich instrumentierte Gipfelstandorte oberhalb der Baumgrenze bieten ganzjährig Luft- und Depositionsmessdaten.METHODENDie Untersuchung des POP-Eintrags erfolgt durch Messung der Konzentrationen in der Luft (mit richtungsabhängigen Aktiv- und mit Passivsammlern), in Depositions- und Nadelproben. Der in Bergwaldökosystemen gebundene Vorrat an POPs wird aus deren Konzentration in Nadeln, Humus und oberstem Mineralboden abgeschätzt. Nadelextrakte von ausgewählten Standorten werden auf entgiftende Stoffwechselaktivitäten und auf dioxinähnliche Wirkungen hin untersucht.Weitere Info zu MONARPOP und dessen Hintergrund:
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